Blank gestrahlt, grau grundiert – der Rumpf bekommt seine erste Schicht

Der Sommer 2025 hat an der Achat deutliche Spuren hinterlassen – die richtigen diesmal.
Erst sauber, dann Farbe
Nach den Schweißarbeiten der letzten Monate war der nächste Schritt klar: bevor auch nur ein Tropfen Farbe ans Schiff kommt, muss der Stahl sauber sein. Wirklich sauber. Also Sandstrahlen – kein Abend mit dem Schleifgerät, sondern eine Sache, die sich von Juli bis in den Oktober gezogen hat.
Der Korpus war zuerst dran, also der eigentliche Rumpfkörper. Vorher war das ein Flickenteppich aus alten Beschichtungen, Spachtelmasse und blankem Stahl. Nach dem Strahlen steht da eine gleichmäßige, metallisch saubere Oberfläche – genau die Grundlage, die man für den nächsten Schritt braucht.

Jotun Jotamastic 85
Die erste Schicht auf dem gestrahlten Stahl ist Jotun Jotamastic 85 – ein Epoxid-Beschichtungssystem aus dem Industriebereich. Entwickelt für Brücken, Offshore-Konstruktionen und schweren Stahlbau. Das Zeug hält auch da, wo die Oberfläche nicht hundertprozentig perfekt vorbereitet ist, und liefert trotzdem dauerhaften Korrosionsschutz. Für ein Schiff, das später dauerhaft im Wasser liegen soll, war mir das die Mehrkosten wert – lieber einmal richtig als in fünf Jahren wieder ran.
Das Grau, das die Achat auf den aktuellen Bildern trägt, ist also keine Zwischenlösung und kein Grundierungs-Provisorium. Das ist die erste ernsthafte Schutzschicht.

Was man auf den Bildern sieht
Bug und Heck stehen jetzt in diesem gleichmäßigen Epoxidgrau. Die Bugwulst, die neuen Schweißnähte, die Übergänge zwischen altem und neuem Stahl – das tritt jetzt alles klar hervor, weil nichts mehr von alter Farbe verdeckt wird. Auf einer der Außenaufnahmen ist auch die Heckklappe der Garage zu sehen, weit offen. Allein an ihrer Größe erkennt man schon, was da hinten entsteht.

Die Strahlarbeiten laufen weiter, es kommen noch andere Bereiche dran. Aber der Rumpf macht den Anfang, und der Anfang sieht solide aus.
